Aktionstage für den DANNENRÖDER WALD #WaldstattAsphalt

Klimaschädlich, naturzerstörend und nicht mehr zeitgemäß – so sind die Planungen zum Neubau der A49 durch Nordhessen. Am Wochenende vom 19.06. bis 21.06. veranstalteten viele unserer Ortsgruppen zusammen mit vielen weiteren Initiativen Aktionen gegen die Rodung des Dannenröder Wald.

Am Dienstag, den 23.06., entschied sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen eine Klage vom BUND gegen die Autobahn. Geplant ist der Bau einer Autobahn von Gießen nach Kassel, die unter anderem durch den Dannenröder Wald im Vogelsbergkreis gehen soll. Bereits seit 40 Jahren gibt es Widerstand gegen dieses Vorhaben, wegen steigendem Verkehrslärm, der Naturbelastung und weil für den Bau rund 100 Hektar gesunder Mischwald in einem Trinkwasserschutzgebiet gerodet werden sollen. Im Zeiten von Waldsterben und Klimawandel ist es fatal, gesunde und feuchte Waldflächen zu roden und für die dringend notwendige Verkehrswende ist der Neubau einer Autobahn falsch. Als die Rodung im Oktober 2019 beginnen sollte, wurde der Wald, ähnlich wie beim Hambacher Forst, von Umweltaktivisti besetzt (mehr dazu hier). Am Freitag, den 19.06. veranstalteten zahlreiche FFF-Ortsgruppen (aus Hessen und weitere) dezentral Aktionen für den Dannenröder Wald. Einige FFF-Aktivisti aus ganz Hessen waren auch das ganze Wochenende vor Ort und unterstützten die Aktivistiund die betroffenen Anwohner*innen. Am Sonntag, den 21.06. gab es zusätzlich eine Fahrraddemo zum Dannenröder Wald von Greenpeace und Extinction Rebellion (XR). Zur Entscheidung vom Bundesverwaltungsgericht gab es Proteste in Leipzig, an denen viele Aktivisti aus Hessen teilgenommen haben. Da die Bundesregierung und der hessische Verkehrsminister weiter an dem unnötigen Neubau der A49 festhalten, wird der Protest gegen die A49 und für den Dannenröder Wald auch von FridaysForFuture weitergehen. Weitere hessenweite und bundesweite Aktionen sind in Planung.

Ein Beitrag des #WaldStattAsphalt-Planungsteams

4 Kommentare zu „Aktionstage für den DANNENRÖDER WALD #WaldstattAsphalt

  1. Die Politiker/innen müssen lernen, daß man ohne Autos keine Autobahnen braucht!
    Klima retten geht nicht ohne (schnelle!) Veränderung.
    Kein Zentimeter unbebautes Land, darf versiegelt werden.
    (Schon gar nicht für eine Autobahn. Geld für Klimaschutz … ausgeben, nicht für Klimazerstörung.)

  2. Auch die A44 ist eine Katastrophe für unseren Planeten. Im Moment geht es im Raum Bebra um die massive Erweiterung eines ruhenden Steinbruchs in Braunhausen. Die Firma Beisheim hat sich mit der Arbeitsplatzkeule den Weg durch die politischen Institutionen freigeschlagen. Sie wollen den Schotter für die Strassenbauarbeiten der A44 liefern. Die durch den Abbau und den LKW Verkehr betroffenen Ortsbeiräte und eine Bürgerinitiative sind dagegen. Aber der schnöde Mammon gewinnt auch hier leider die Oberhand. CDU und SPD sind sich mehrheitlich einig. Der Steinbruch ist aktuell ein gewachsenes Biotop mit vielen, auch seltenen Pflanzen und Tieren. Immer seltener werdende Insekten und Kleinstlebewesen sind betroffen. Im Bereich Gilfershausen habe ich mehrfach einen scheuen Schwarzstorch gesehen und gefilmt. Er wird sich dann wohl sicher hier nicht niederlassen. Ein ausgebauter Steinbruch braucht für die Maschinen natürlich auch Wasser. Hier wird wieder ein Tiefbrunnen erforderlich, der den Grundwasserspiegel weiter absenkt, mit der Folge, das sich das Baum und Pflanzensterben beschleunigt. Und wofür das Ganze? Um noch mehr Fläche für PS- Boliden und SUV´s zu versiegeln.

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