Woche 29/2019 – Munich for Future, Besuch aus Stockholm und Sommerkongress

Woche für Woche gehen weiterhin Aktivisten auf die Straße, auch in den Ferien. Die Klimakrise macht schließlich auch keine Pause. Lina, Hanna und Hanna fassen zusammen, was sich diese Woche ereignet hat.

Zahlen, bitte!

Mittlerweile streiken wir nun seit ca. acht Monaten, auch weiterhin in den Ferien. Vergangenen Freitag (19.07) gingen 20.000 Menschen in 40 Städten auf die Straße! Also ladet Freunde, Familie und Bekannte ein, mit euch zusammen für eine lebenswerte Zukunft demonstrieren zu gehen!

Noch mehr Notstand

Karlsruhe schließt sich der internationalen Kampagne des Klimanotstandes an und ruft aus, was zahlreiche Aktivisten jeher forderten. Somit gehört Karlsruhe fortan zu den Städten, die sich dazu verpflichten, bei größeren Entscheidungen das Klima als Priorität zu behandeln.

Besuch aus Stockholm

Greta, die Symbolfigur der Fridays for Future Bewegung, besuchte uns erneut in Deutschland. Dieses Mal kam sie nach Berlin! Dieser startete wie gewohnt um 10 Uhr im Invalidenpark. Insgesamt demonstrierten vor Ort ca. 3.000 zumeist junge Menschen.

Munich for Future

Mit einer Großkundgebung am Sonntag, 21.7.2019 hatte ein Bündnis aus mehreren Organisationen ein Zeichen für besseren Klimaschutz gesetzt. Die Demo mit dem Motto „Munich for Future“ fand um 16 bis 18 Uhr am Odeonsplatz statt. Erstmals demonstrierten hier die Aktivisten von „Fridays for Future“ am Wochenende. Laut Angaben des Veranstalters waren dort 11.200 Demonstranten, auch viele aus dem Bereich “Scientists for Future”, “Parents for Future” usw.

Mannheimer Bußgelder

Vergangene Woche bekamen vier Schüler*innen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums im Auftrag der Schulleitung einen hohen Bußgeldbescheid vom Ordnungsamt.Diesen hob die Stadt jedoch schon am selben Tag wieder auf. In den Medien wurde der Fall schnell verbreitet, was unter anderem zur schnellen Prüfung und Aufklärung der unberechtigt verhängten Bußgeldbescheide beigetragen hat.Wir werden weiter hin gemeinsam gegen jede Form der Sanktionen protestieren, wir sind ein Team!

Hildesheimer Mahnwache

Auch Hildesheim schließt sich den Mahnwachen an. Sie startet am 09. August um 10 Uhr und geht bis um 22 Uhr. Treffen wird auf dem Marktplatz sein. Wenn ihr die Gelegenheit habt, zu erscheinen, nutzt sie auf jeden Fall!

Die Sommerkongress-Vorfreude steigt!

Am 31.07 bis zum 4.8 steigt das absolute Highlight der Fridays for Future Bewegung; der vier tägige Sommerkongress in Dortmund nähert sich! Der Kongress wird von jungen Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays For Future organisiert. Der Kongress bietet ihnen Raum, mehr über die Klimakrise und ihre Folgen zu lernen, sich mit anderen Engagierten zu vernetzen, sowie Erfahrungen und Fähigkeiten auszutauschen. In über 140 Workshops werden die Referentinnen und Referenten gemeinsam mit den Teilnehmenden verschiedenste Themen rund um Klima, Aktivismus und Politik erarbeiten. Auf großen Podien werden unter anderem Wissenschaftler, Aktivistinnen und Journalistinnen wie Otto Scharmer vom MIT, Indigo aus dem Hambi und der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Christoph Schmidt diskutieren. Bei dem weiteren Bühnenprogramm werden unter anderem Bands wie Brass Riot und Marc-Uwe Kling auftreten. Wer also noch sich für den SoKo anmelden möchte, kann es tun bis Mittwoch!

Infos zum Programm und zur Pressearbeit auf dem Kongress finden Sie fortlaufend auf der Website unter kongress.fridaysforfuture.de/presse/. 

22 Kommentare zu „Woche 29/2019 – Munich for Future, Besuch aus Stockholm und Sommerkongress

  1. Hallo fridays for future,

    Ihr solltet die Rede von Greta Thunberg vor Abgeordneten der französischen Nationalversammlung nicht vergessen.
    In dieser Rede macht sie in beispielhafter politischer Rhetorik unmissverständlich klar, warum in der jetzigen Klimakrise sofortiges Handeln der Politiker erforderlich ist, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden. Alle Aktiven von fridays for future müssen diese Rede hören, Ihr solltet den Link dazu noch vor dem Kongress für alle sichtbar auf der fff-Website veröffentlichen!
    Beste Grüße,
    Fred Will

  2. Hallo,

    leider landet euer Newsletter ständig in meinem Spam.
    Da ist mir auch schon mal eine Nachricht abhanden gekommen.
    Könntet ihr es ändern, das ich es in meinem Postfach empfange ?

    Ansonsten habt ihr meine volle Unterstützung und ich bin fest überzeugt,
    das wir alle vieles zusammen erreichen, verändern werden.
    Dran bleiben ist wichtig und immer mehr werden !!!.

    Herzgrüsse

    Mona Mary

  3. Wir – Peter und Hedi Weber, Köln – sind glücklich, daß nach vielen Jahren der Zusammenarbeit mit NR-Organisationen junge Menschen aufgestanden sind und sich kompromißloß engagieren für das mit Abstand wichtigste Thema der heutigen Zeit – das Klima. Leider können wir uns mit über 80 Jahren und erheblichen gesundheitlichen Schäden nicht mehr so einbringen, wie wir es gerne möchten – außer für ein konsequentes Umdenken in der gesamten Gesellschaft zu werben. Wir wünschen allen Menschen, die für die Verhinderung einer Klimakatastrophe kämpfen, Beharrlichkeit auf Dauer und viel, viel Erfolg . . . !

  4. Ich finde großartig, was Ihr macht, liebe „Fridays…“.
    Eine kleine Idee habe ich, einen kleinen Beitrag:
    Ich habe eine Petition ans EP gestartet zum Verbot aller inländischen Flüge in Ländern mit ausreichender Verkehrsinfrastruktur. Die Petition läuft ganz gut, eine größere Verbreitung würde ihr indes nicht schaden.

    Hier ist der Text (gerne schicke ich Euch auch eine pdf-Datei zu):

    Privatdozent Dr. Johannes M. Becker D – 35037 Marburg FRG/RFA, 7.7.19
    Diplompolitologe Friedrichstraße 2
    Geschäftsführer i.R. des Tel. (p): 0049/6421/23706 u. 0171 4739648
    Zentrums für Konfliktforschung Tel. (d): 0049/6421/282 45 03 FAX:/282 54 67
    der Philipps-Universität Marburg jbecker@staff.uni-marburg.de
    http://staff-www.uni-marburg.de/~becker1

    Presse-Erklärung
    zu meiner Petition an das Europäische Parlament mit dem Titel
    „Verbot aller innernationalen Flüge in Ländern mit intakter Verkehrsinfrastruktur“.
    http://chng.it/mL9QJvv52R

    Zu meinen Beweggründen für diese Petition:

    * Als Friedens- und Konfliktforscher liegt mir das friedliche Zusammenleben der Menschen auf dem gesamten Globus am Herzen.
    Hierzu gehört der Respekt vor unser aller Um-, besser: Mitwelt.
    Luftverschmutzung, wachsende Unwettergefahr und steigende Meeresspiegel machen nicht an den Grenzen Deutschlands oder der EU Halt.

    * Der reiche Norden und Westen lebt vielfältig auf Kosten des Restes der Welt. Unser Verkehrsverhalten ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Missverhältnisses.

    * Mobilität per Flugzeug gehört zu den schädlichsten Arten, sich fortzubewegen.

    * Besonders widersinnig erscheinen mir dabei Flüge innerhalb von Staaten wie Deutschland oder Frankreich (in denen kenne ich mich aus), wo es entweder eine intakte Verkehrsinfrastruktur gibt oder wo diese, in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten leichtfertig abgebaut, binnen weniger Jahre rekonstruierbar wäre.

    * Neben den ungeheuren Emissionen sind in diesem Zusammenhang der Lärm und der Flächen- wie allgemein der Ressourcenverbrauch zu nennen. Überdies arbeiten einige Regionalflughäfen defizitär und belasten die öffentlichen Haushalte.

    * Diese Petition stützt sich nicht allein auf meine Erkenntnisse als Konfliktforscher (und Geograph), sondern auf das Wissen zahlreicher hochrenommierter Wissenschaftler-Kollegen wie etwa Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor em. des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und anderer.

    * Daher strebe ich durch meine Petition an,
    *** neben einer allgemeinen Sensibilisierung der Menschen für ein angemessenes Mobilitätsverhalten zu einer
    *** spürbaren Reduktion des jeweils nationalen Flugverkehrs und dadurch zur Begrenzung des weiteren Anstiegs der Erderwärmung beizutragen.

  5. Sehr positiv, dass FFF auch in den Ferien weitergeht!
    Sowie eben auch Demos und der o.g. Sommerkongress
    Super, was die jungen Leute machen!

  6. Großartige Idee eines Sommerkongresses! Ich beglückwünsche Euch zu der breit gefächerten
    Forschung und Recherche und wichtigen Zusammenarbeit mit Experten!

    Ich möchte anregen, zur Vorbereitung und Forschung den folgenden Beitrag auf YouTube von Ernst Wolff zum gegenwärtigen Finanzsystem anzuschauen. Am Ende ermutigt und bestätigt er Euch, die tieferen Gründe, nicht nur für die Klimakrise, zu durchschauen und Euren sehr ernsthaften Weg weiter zu gehen!:
    Ernst Wolff: Auf der letzten Etappe zum Crash – Wie konnte es so weit kommen?
    27. Mai 2019
    https://www.youtube.com/watch?v=tJI4-s0BBQQ
    Am besten viel weiter leiten!

  7. Hallo, alle TeilnehmerInnen an den Fridays for Future-Demos,
    ich bewundere Euch und Euer Durchhaltevermögen, ganz besonders auch trotz Repressionen (siehe Bußgeldverfahren für SchülerInnen des Geschwister Scholl-Gymnasiums in Mannheim)! Ihr seid ein großer Faktor im und für den Klimaschutz geworden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung und Eure unbestrittenen Erfolge im Kampf um und für das Klima geben Euch Recht und halten die Politiker auf Trab. Ohne Euch wäre die Diskussion um Massnahmen gegen die Klimaerwärmung nicht in Gang gekommen, wie sie zur Zeit geführt wird. Und….Eure Proteste sind mehr als berechtigt. Es geht um Eure Zukunft, um Euer Erbe, die Erde, wie sie von uns Älteren Euch hinterlassen wird, in einem lebenswerten Zustand hoffe ich inständig. Darum nicht nachlassen. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Euren Demos! Rolf Kredel, 65 Jahre

  8. Liebe SuS,
    auch in Marburg hatten wir letzten Freitag wieder eine Demo; auch Marburg hat den Klimanotstand ausgerufen. Für euren Kongress wünsche ich euch einen guten Verlauf und hoffe sehr, dass auch die ungeheure Aufrüstung Thema sein wird. Nicht nur der fehlende Klimaschutz bedroht unsere Zukunft, sondern auch Panzer und Raketen, die 2% für die NATO, die Frau Kampf-Knarrenbauer unbedingt entrichten möchte.
    Klimaschutz und Abrüstung, wir brauchen dringend beides.
    Friedliche und solidarische Grüße
    Karin Schwalm

  9. Bin noch in Italien und auch hier ist Klimawandel ein Thema an der Küste. Ich sammle weiter Plastikteile aus dem Meer und am Strand auf nach jedem Bad. Mitten im Meer und weg von der Küsten dümpeln weithin sichtbar Plastikflaschen vor sich hin. Man kann vermuten, dass dies Rückstände vor allem von Yachten und Booten sind.

  10. Vielen Dank für Ihre konstruktiven Beiträge. Ergänzend dazu möchte ich dazu sagen, daß die gesamte Menschheit in Kenntnis ihrer schädlichen Handlungen gegen die Biosphäre auf ein nicht zu mehr zu kontrollierendes Scenario zusteuert. Wir können momentan nur eine Minderung der Folgen erreichen.
    Der bewußte, fortwährend schädliche Eingriff in die Ökosyseme wird nicht ohne Folgen bleiben. Das Thema Klimawandel steht an Relevanz an oberster Stelle, wird aber von den meisten Bürgern dieses Planeten als unwichtig angesehen. Ich habe dieses Phänomen häufig auch in Deutschland beobachtet und stellte fest, nur kurzfristige, persönliche Belange monetärer Natur sind von Wichtigkeit.
    Ich (mein Körper ist derzeit 65 Jahre alt) habe großen Respekt für Ihre Aktivitäten und finde durch die Friday for Future gleich gesonnene Personen über Generationen hinweg. – Danke –
    Es grüßt Klaus Steffens

  11. Hallo, nachstehend ein Bericht der Deutschen Presse Agentur über die Inlandsflüge unserer Politiker. Bitte schreibt die Bundesregierung an und fragt, ob sie das Problem des Klimawandels immer noch nicht begriffen haben und fordert sie auf, demnächst doch bitte den umweltfreundlichen Zug zu nutzen. Schreibt auch die von Euch favorisierte Partei und und bittet, zu diesem Thema eine Anfrage im Bundestag zu machen.
    Allein die Zahl der Flüge zeigt, dass DIE POLITIKER NICHTS BEGRIFFEN HABEN.
    Liebe Grüße
    Ute

    Ministerien und Behörden buchten 229.000 Inlandsflüge
    25.07.2019, 10:42 Uhr | dpa
    Der Regierungsflieger der Bundesrepublik: Minister und Behördenmitarbeiter flogen 2018 rund 230.000 Mal innerhalb des Landes.
    Fliegen ist die klimaschädlichste Art der Fortbewegung. Dennoch buchen immer noch viele Menschen Inlandsflüge. Auch die Ministerien: 2018 flogen sie knapp 230.000 Mal innerhalb Deutschlands.
    Die Mitarbeiter der Bundesministerien und ihrer nachgeordneten Behörden haben einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr 229.116 Flüge im Inland absolviert. Dies berichtete „Welt“ unter Berufung auf das Innenministerium, das Dienstreisen erfasst.
    Eine Abfrage bei den Ministerien ergab zudem, dass bei mehreren von ihnen die Zahl dieser Flugreisen in den ersten Monaten 2019 gestiegen ist. Auch in angegliederten Institutionen wie Bundesamt für Migration, Bundesbank oder Kreditanstalt für Wiederaufbau gehören demnach Reisen per Flugzeug zum Arbeitsalltag.
    Klimaschädlichste Art der Fortbewegung
    Fliegen ist die klimaschädlichste Art sich fortzubewegen. Und angesichts der Erderhitzung sind gerade Inlandsflüge umstritten, weil es oftmals umweltfreundliche Alternativen gibt, etwa die Bahn. 2018 flogen laut Statistischem Bundesamt 23,5 Millionen Passagiere im Inland.
    Bei den Ministerien gehört das Verteidigungsressort dem Bericht zufolge zu den größten Vielfliegern. Seine Mitarbeiter flogen 2018 insgesamt 13.437 Mal inländisch, also 1.119 Mal pro Monat.
    Ministerien verweigerten Antworten
    Die Strecke von Berlin nach Bonn spielt für die Ministerien eine besondere Rolle, weil alle Ministerien zwei Dienstsitze haben, einen in Berlin und einen in Bonn. Allein die Mitarbeiter des Ressorts für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung flogen im vergangenen Jahr dem Bericht zufolge 4.490 Mal diese Strecke.

    Nicht alle Ressorts antworteten laut „Welt“ vollständig auf die Fragen nach ihren Flugreisen. Fünf Ministerien verweigerten die Antwort komplett. Das Bildungsministerium etwa begründete dies damit, die Zahlen laut rechtlicher Lage nicht mitteilen zu müssen.

    Verwendete Quellen: Nachrichtenagentur dpa

  12. Vorschlag für Diskussionen im Sommercamp

    bisher ist es mir nicht geglückt an Organisatoren und im Hintergrund strickende Profis wie z.B. die Webseiten-Entwickler und Berater Kontakt aufzunehmen, die meinen Vorschlag zur Diskussion stellen.
    Bitte nehmt euch in entspanntem Modus ein paar Minuten Zeit und leitet diesen Text auch an entsprechende Personen weiter.
    Man braucht für eine Bewegung ein Symbol, das weiter trägt und Beteiligte interessiert auf Trab hält, Neue dazugewinnt. Dieser Tage habe ich z.B. bei change.org gesehen wie wenige Leute bei dem Aufruf zu einer Kerosinbesteuerung bisher teilgenommen haben.
    https://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/initiatives/open/details/2019/000009/de?lg=de
    Das muß nicht sein, wenn auf einem Forum aktuelle, akute Sammelhinweise gezeigt werden.

    Ich habe vor rund 10 Jahren so ein Symbol entwickelt, habe es aber nicht geschafft dieses mit Betreibern zu aktivieren. Jetzt sehe ich eine gute Chance es fff zu überlassen.
    Die Betreuung dazu (die Kundige übernehmen sollten) erfordert einige Arbeit, insbesondere im Anfangsstadium, da es länderübergreifend funktionieren soll.
    Die Handhabung erschließt sich von selbst, sprich mit der Maus über Infos, entzündete Stacheln, farbige Federstriche und über Blume ziehen. Für mich ist es der Bürgerkaktus, der entsprechend auf den sog. sozialen Medien plaziert und verbreitet werden soll. Ich nenne ihn erstmal „Captain Friday“. Hier 3 Varianten: (Gestus, Mimik kann überarbeitet und variiert werden, da kann und will ich mich nicht festhalten)
    http://www.fww-grafik.de/kaktus2.html
    http://www.fww-grafik.de/kaktus3.html
    http://www.fww-grafik.de/kaktus4.html
    Klar ist für mich, daß die Bewegung ausklingen wird. Aber eine Hilfe könnte meine Idee sein, da ein professioneller Betreiber des Internet-Auftritts den Kaktus am Laufen hält. Das ergibt auch eine win-win-Situation, da die fffler und Sympathisanten unkompliziert an Petitionen massenhaft teilnehmen können, die in ihr Konzept passen. Ein „Weisenrat“ entscheidet, welche Themen aktiv werden. Es dürfen nicht zu viele sein, da wenden sich die Nutzer überfordert ab. Ab und zu können sie selbst eine Petition starten; wenn diese über 50.000 Teilnehmer erfährt, muß sich der Bundestag damit beschäftigen. Dort können sie Druck aufbauen. Diese Petitionen sind nicht abhängig vom Wahlalter. Man muß sich nur dort anmelden: https://epetitionen.bundestag.de/
    Bedingungen:
    https://www.bundestag.de/resource/blob/272954/4fe8fe4780fd221b9d25a7cdf54f6fd4/Kapitel_14_01_Petitionsrecht_und_Petitionsverfahren-pdf-data.pdf
    Wenn gezielt darauf hingewiesen wird, können fff, parents, sience und Co dort ordentlich Druck aufbauen bzw. multipliziert durch Medienmeldungen.

    Bitte mal sacken lassen und hoffentlich als ausbaufähig beurteilen und weiterstricken.

    Beste Grüße

  13. >>>Energiewende:
    Die Sonne strahlt mit 174,3 Petawatt Energie auf die Erde. >>>>>>>>>>1 Petawatt = 1 Billiarde Watt (10e15 W).
    In einer Stunde liefert die Sonne mehr als den derzeitigen jährlichen Weltenergieverbrauch. >>>>>>>> 140 PWh/a
    Ein Prozent (1,5 PW) dieser Sonnenstrahlen treibt den Golfstrom an.

    Schon jetzt könnten alle schmutzigen Kohlekraftwerke abgeschaltet werden und durch Solarkraftwerke ersetzt werden.

  14. Habe auf FFF München Plakate gesehen wie: „Rettet unseren Planeten“.

    Mutter Erde hat in der Vergangenheit viele Klimakatastrophen überlebt. Es hat zur Regeneration mal das eine oder andere Milliönchen von Jahren gebraucht. Aber Mutter Erde kommt zurecht. Mutter Erde braucht den Menschen nicht, der sich für sie einsetzt, damit sie erhalten bleibt. Sie erfindet sich nach Klimakatastrophen neu und wird weiter existieren. Der Mensch ist für Mutter Erde nur ein Wimpernschlag. (Dass die Erde langfristig auf Selbstzerstörung ausgelegt ist – Erdumdrehung nimmt stetig ab, so dass die sonnenzugewandte Seite verbrennen und die sonnenabgewandte Seite erfrieren wird -ist eine andere Geschichte).

    Nein, es geht nicht um Mutter Erde an sich. Es geht um das, was auf Mutter Erde drauf ist, damit auch um den Menschen. Es geht ganz egoistisch um den Menschen, um seine eigene Zukunft. Sein eigenes Überleben. Sein Selbsterhaltungstrieb. Sein Egoismus. Und das ist ja auch ein vernünftiges Ziel.

    Wir müssen wegkommen von der verklärten Naturethik und uns eingestehen, es geht nur um uns selbst.

    Das korrekte Plakat muss heißen: „Rettet den Planeten für alles was drauf ist, auch für uns Menschen“.

    by the way. Dieser unter dem Deckmantel einer verklärten Naturethik an den Tag gelegter Egoismus ist brutaler als jeder Kapitalismus.

  15. Es ist ja immer wieder schön, diese Erfolgszahlen zu lesen, aber leider nützt mir diese Gemeinschaft-Euphorie wenig, wenn ich mit Leuten diskutiere, die sich außerhalb unseres Spektrums bewegen. Ich denke immer, dass die wenig wissen. Aber leider muss ich feststellen, dass es gerade mir an grundlegendem Wissen fehlt und dieses hier leider auf unserer Seite kaum vermittelt wird. Vom Jubel alleine ist niemand zu überzeugen.
    In Diskussionen mit Andersdenkenden (auch die gibt es, auch wenn hier manchmal der Eindruck entsteht, dass alle unserer Meinung sind), also in solchen Diskussionen stehe ich immer wieder vor verblüffenden Fragen oder Informationen.
    An anderer Stelle hatte ich hier bereits auf den geringen Anteil des CO2 an der Luft verwiesen, was ich vorher noch nicht wusste. Da sieht man in Diskussionen ganz schön alt aus, wenn einem das unter die Nase gerieben und auch gleich mit einem Eintrag bei Goggle oder Wiki belegt wird.
    Neulich überraschte mich jemand in einer Diskussion mit der Frage: „Wenn doch CO2 ein Treibhausgas sein soll, wie konnte die Erde dann abkühlen, wenn man bedenkt, dass vor Jahrmillionen der Anteil des CO2 und die Temperaturen auf der Erde noch wesentlich höher waren“. Weiß da jemand eine Antwort drauf, die man auch in Diskussionen anbringen kann und die verständlich, einfach und nachvollziehbar ist? Also keine wissenschaftliche Abhandlung.
    (Aber bitte keine Links zu irgendwelchen langatmigen und umständlichen Texten oder You-tubes. Habe keine Zeit mich da über Stunden durchzuhangeln).

  16. Liebe Leute,
    ich finde es super, daß ihr auch nach 8 Monaten nich vom Demonstrieren abbringen lasst!! Ich bin so gefrustet, daß viel nicht begreifen, daß sie bei sich was ändern müssen. Aber Euch junge Menschen so hartnäckig auf der Straße zu sehen, gibt Hoffnung.
    Viel Spaß beim Kongress!!
    Mit verregneten Grüßen von der Schwäbischen Alb
    Bianca

  17. Blaumachen für den blauen Planeten ist akzeptabel, Regierung und Industrie versagen beim Klimaschutz, die Jugend setzt hier ein Zeichen.

    Eltern und Lehrer mit ins Boot,
    Mutter Erde ist in Not.
    Mit oder ohne Unterricht,
    der Klimawandel wartet nicht.

    FÜR DEN BLAUEN PLANETEN

    Der Mensch, dieses kluge Wesen,
    kann im Gesicht der Erde lesen.
    Er sieht die drohende Gefahr,
    spürt die Erwärmung Jahr für Jahr.
    Homo sapiens muss aufwachen,
    seine Hausaufgaben machen.

    Der Handel mit Emissionen
    wird unser Klima nicht schonen.
    Weg vom ewigen Wachstumswahn,
    Braucht es einen weltweiten Plan.
    Für den Planeten, die Menschheit,
    Geh’n wir’s an, es ist an der Zeit.

    MUTTER ERDE IN NOT

    The earth is our mother,
    We will not have another.

    Für Mutter Erde kämpfen wir,
    Gegen Raubbau und Profitgier;
    Dass sie nicht zur Wüste werde,
    Wir haben nur eine Erde.

    Retten wir uns’ren Regenwald,
    Gebieten der Kohle Einhalt;
    Besiegeln der Kernkraft Ende,
    Drängen zur Energiewende.

    Das oberste Gebot der Zeit
    Muss heißen Nachhaltigkeit.
    An alle Welt geht der Appell,
    Klimawandel ist universell.

    Weisen wir jetzt entschlossen
    Die Klimakiller in die Schranken.
    Bremsen wir Trump und Genossen,
    Der blaue Planet wird uns danken.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Mit freundlichen Grüßen

  18. Das ist der Hammer. Zu Wassersprays (DM, Aldi, etc.,etc.):
    Dresdener Nachrichten, 17.8.2018:

    „Viele andere schwören dagegen auf den Frischekick aus der Dose, der mal nach Kokos, Melone oder Litschi duftet – oder auch nach nichts. Nach einer YouGov-Umfrage kühlen sich zwölf Prozent von 1130 Befragten im Erwachsenenalter mit solchen Sprays ab.“

  19. Das muß ich mal loswerden !
    Was denken sich die Jungen eigentlich ?
    Bei den Demonstrationen kommt das immer so rüber, als wenn wir ältere Generationen Schuld daran wären, daß sie heute für die Klimarettung auf die Straße gehen müssten. Das Schlimme ist, sie glauben auch noch das,was sie da von sich geben !
    Hier mal ein paar Beispiele,über die die junge Generation mal nachdenken sollte:
    – als Babys wurden wir in waschbare Baumwollwindeln gepackt ( keine Pampers Chemiebomben)
    – wir hatten ein Paar Schuhe für den Sommer und ein Paar für den Winter und die wurden solange getragen bis sie kaputt waren oder nicht mehr passten, danach wurden sie an die kleinen Geschwister weitergegeben.( nicht zig Paar Schuhe jedes Jahr)
    – zur Schule sind wir gelaufen oder mit dem Fahrrad gefahren.( …nicht mit dem 3L SUV der Helikoptereltern)
    – wir waren den ganzen Tag draußen spielen und konnten sogar schwimmen! ( …heute hängt die Jugend vor dem TV,vor Spielekonsolen und Smartphones ab, 60% der 10- Jährigen können nicht schwimmen und wir müssen ihnen erklären,daß Kühe nicht lila sind 😉)
    – Lebensmittel wurden in Stoffbeuteln eingekauft und sie waren nicht 3 mal in Plastik verpackt
    Diese Beispiele könnte ich unendlich fortführen! …und jetzt fragt euch mal,wer mehr für den Umweltschutz getan hat? Ihr seid es mit Sicherheit nicht ! 🙏

    … also dann meine Erwartung an Euch :
    – weg mit euren Smartphones, Spielekonsolen, Smart TV
    – weg mit den Super SUV eurer Eltern und e – Scootern
    – weg mit ABI Fahrten nach Mallorca
    – weg mit Selbstfindungstrips rund um den Globus
    – weg mit Klamotten aus Fernost
    – weg mit Kreuzfahrten auf Super Hotelschiffen

    Einfach“ …back to the Roots !“
    Wenn ihr mit gutem Beispiel voran geht und nur das schafft,was wir vor 60 Jahren
    schon einmal schafften, dann bin ich bei euch !

  20. Mein Vorschlag zum Klimaschutz! – helft bitte dazu –
    Schulbusse auf dem Land werden zu ÖPNV Busse, dann können alle mitfahren. Da könnte die Bayerische Landesregierung auch einmal selbst aktiv werden und nicht immer nur Verbesserung des Bundes und aus der EU fordern.
    Morgens fahren die Busse als „Geisterbusse“ in die Orte, um die Schüler abzuholen, mittags fahren die Busse wieder als „Geisterbusse“ zurück zu ihrem Standort bzw. sogar schon zu den Schulen. Wir hätten auf einen Schlag 7 Busverbindungen in unseren Ort. Da könnten manch einer nachmittags auch mal zum Arzt, zum Musikunterricht oder gar ins Schwimmbad mit dem Bus fahren. Morgens könnten Lehrlinge in die mittelständischen Unternehmen auch in die Ortschaften kommen! …
    Zusätzlich würde der Bus immer fahren und nicht, weil die Mittel- und Realschule keinen Nachmittagsunterricht haben – zum Schuljahresende – wurde der Bus abbestellt und Schüler aus dem benachbarten Gymnasium mussten per „Elterntaxis“ gefahren werden. WOHER KOMMT DAS – EIN KOMPLIZIERTES FINANZIERUNGSKONZEPT UND EIGENTLICH SIND ES DOCH ALLES STEUERMITTEL – DER WAHNSINN!

  21. Hallo,
    ich denke, dass diese Information auch euch betrifft, aus den Nachdenkseiten:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=53844#h04

    Neue INSM-Kampagne will die starke Klimaschutzbewegung der Jugend aushebeln

    Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), eine einflussreiche Lobbyorganisation, die die Interessen der großen Konzerne der deutschen Wirtschaft vertritt, hat eine neue Kampagne gestartet: „Klimaschutz“

    Diesmal ist sie klar gegen die erfolgreichen jugendlichen Klimaproteste gerichtet, um sie einzufangen und so zu schwächen, dass sie die großen Geschäfte des fossilen/atomaren Wirtschaftsgefüges nicht ernsthaft gefährden können. Im Rahmen von Themenkampagnen übernimmt die Initiative neue soziale Marktwirtschaft Begriffe der Gegenseite („sozial“, „Gerechtigkeit“, „Energiewende“, „Klimaschutz“), und sorgt dafür, eine neue Assoziation zu den Begriffen in ihrem Sinn herbeizuführen. Beim Thema Klimaschutz heißt das: 2°C Ziel statt 1,5°C Ziel, Ausbremsen schneller, massiver Klimaschutzmaßnahmen für die Industrie, Verhindern einer CO2-Abgabe, Erdgas-Offensive, Emissionshandel statt schnellem Kohleausstieg.

    INSM-Themenkampagnen werden umgesetzt durch dauerhaftes, intransparentes, flächendeckendes Platzieren und Erzeugen von Schlagzeilen in Print, TV, Funk und Internet über einen langen Zeitraum. Ergänzt wird dies durch Anzeigen- und Plakatkampagnen. Die Interessenorganisation der großen Konzerne stellt sich nach außen so dar, dass sie unbedingt Klimaschutz, Energiewende, soziale Gerechtigkeit etc. will, bewirkt mit ihren Vorschlägen aber immer genau das Gegenteil das, was der jeweilige Begriff ihrer Themenkampagne ist.

    Die Initiative neue soziale Marktwirtschaft ist die Tochtergesellschaft des Instituts der deutsche Wirtschaft (IW) Köln, was wiederum von den beiden Industrieverbänden BDI und BDA finanziert und kontrolliert wird.

    Zur Erinnerung:

    Die INSM war erfolgreich beteiligt, die politischen Beschlüsse zur Agenda 2010 oder Einführung der privaten Altersvorsorge vorzubereiten und hat federführend 2012 die Kampagne gegen die Erneuerbaren Energien entworfen und geleitet, die dann zu dem massiven Einbruch im Ausbau aller Erneuerbaren Energien in Deutschland und in der EU führte. Ihr Auftrag war, die Interessen der fossilen Wirtschaft gegen die schnell wachsende Konkurrenz der Erneuerbaren Energien und vor allem der Bürgerenergien zu schützen. 2017 hatte ich in einer 5-teiligen Serie Details zu den Methoden und Taktiken der INSM in der Anti-EEG Kampagne aufgezeigt.

    Nun zeigt sich auf der Internetseite der INSM der erste Schritt der neuen Antiklimaschutzkampagne. In 12 „Fakten“ ist schön verpackt, dass der Klimaschutz natürlich notwendig ist und in denen auch das 2°C Ziel anerkannt wird. Kein Wort dazu, dass der Weltklimarat und viele andere Klimaforscher längst davor gewarnt haben, dass eine Erderwärmung um 2°C unerträgliche Folgen für große Teile der Weltgemeinschaft verursachen wird.

    Die Interessen der Industrie werden in den „Fakten“ schön verbreitet, so gilt die Industrie plötzlich als bester Klimaschützer, die Verfehlung der schon ohnehin völlig unzulänglichen, deutschen Klimaziele wird bagatellisiert, die Erneuerbaren Energien wie immer als zu teuer und der Atomausstieg aus Klimaschutzgründen als verfehlt dargestellt. Natürlich wird der Emissionshandel in den Vordergrund geschoben, so wie von der fossilen Industrie in den letzten 30 Jahren auch schon, obwohl der Emissionshandel völlig versagt hat, einen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Alles für den Laien gut in blendende Zahlen verpackt, so dass diese Argumentation wie immer ihre Wirkung nicht verfehlen wird und die verantwortungslose Antiklimaschutzpolitik von Minister Altmaier und Co. stützen wird.

    Diesem Aufschlag mit den 12 Fakten zum Klimaschutz auf der Internetseite werden umfassende Maßnahmen folgen, um der Gesellschaft einzuhämmern, wie Klimaschutz (aus Sicht der klimazerstörenden Industrie, die sich nicht ändern will) zu machen sei. So wird dann der mediale Boden bereitet, damit Union und SPD es in Berlin leicht haben, die jugendlichen Proteste abzuwehren, weiter keinen Klimaschutz zu machen und am Besten die Fridays for Future Bewegung so einzubinden, dass sie geschickt marginalisiert wird.

    Tina Ternus, Unterstützerin von Lobbycontrol, die schon in akribischer Kleinarbeit und intensiver Recherchearbeit die ungeheuerlichen Methoden der INSM 2012 aufdeckte, hat geschildert, wie sich die INSM-Kampagne aus ihrer Erfahrung wohl weiter entwickeln wird.

    Lesen Sie den Warnruf von Tina Ternus und wie sie mit ihrer langen detailreichen Erfahrung eine mögliche weitere Entwicklung der neuen Antiklimaschutzkampagne der INSM einschätzt. Ihre Einschätzung folgt aus der genauen Beobachtung mehrerer zurückliegender INSM-Kampagnen:

    PHASE 1 (findet schon statt): Betonen des gewünschten Dialogs, Inhalte der Gegenseite werden noch weitgehend neutral wiedergeben und ausgesuchte Personen (z.B. Luisa Neubauer) zunächst noch mit eingebunden, gleichzeitiges Säen erster Zweifel plus am Rande das Diskreditieren ausgesuchter Akteure (Rezo und YouTuber). Ängste schüren in der Bevölkerung bspw. über explodierende Kosten (in der BILD mit gleichzeitiger Abstimmungsmöglichkeit).

    PHASE 2: Langsam die öffentliche Meinung Stück für Stück in die eigene Richtung drehen: Zweifel verstärken über „prominente Köpfe“ der INSM und den Wirtschaftsrat der CDU. Dafür sorgen, dass mehr und mehr nur noch Argumente und Vorschläge der INSM medial aufgegriffen werden. Empörung schüren über explodierende Benzinpreise und Bezahlbarkeit. Artikel wie: „10 Gründe gegen eine CO2 Abgabe“, „die 12 Irrtümer der Jugend“, „Warum eine CO2-Abgabe, schnelle Energiewende & Elektromobilität scheitern wird“ mehren sich. Expertenrunden und aggressiver werdende Hetze („10 Mythen der Klimajünger“) platzieren den INSM-Standpunkt („Augenmaß“ beim Klimaschutz zum Schutz der betroffenen Industrie) als alleinige Wahrheit. Vorstellen der INSM-Agenda für Klimaschutz durch wirtschaftsnahe Professoren. Ggf. kommt auch wieder Atomenergie ins Spiel, Hans Werner Sinn als „prominenter Kopf“ der INSM argumentiert bereits in diese Richtung.

    PHASE 3: Über einen Zeitraum von 2-4 Wochen zeitlich versetzt geschaltete INSM-Anzeigenmotive mit griffigen Slogans und bunten Bildchen in FAZ, WELT, Handelsblatt, WiWo, aber auch Süddeutsche, begleitet von Artikeln in den jeweiligen Printmedien, die die Inhalte der Anzeigenmotive wiedergeben. Tagungen und Veranstaltungen der INSM in Kooperation mit Handelsblatt, WELT o. WiWo, evtl. Plakataktion an Bahnhöfen und Bushaltestellen.

    PHASE 4: Fast täglich gibt es neue Experten der Wirtschaftsinstitute, die die „12 INSM-Fakten“ deckungsgleich wiedergeben, auf die INSM-Agenda drängen und je eine Schlagzeile generieren. Es ballert Studien und Meinungsumfragen, der Ton wird aggressiver („emotional gesteuerte Klima-Hysterie“), Hetze gegen Akteure für CO2-Abgabe oder Energiewendler. Die Kids selbst werden wahrscheinlich nicht so aggressiv angegangen werden (Welpenschutz), aber kleingeredet, jovial belächelt, nicht ernst genommen werden. Gleichzeitig intensive Bemühungen der INSM, den ausgesuchten Politikern von CDU, SPD, FDP, (evtl. auch ausgesuchte GRÜNE?) den INSM-Lösungsvorschlag als Gesetzesvorlage schmackhaft zu machen.

    PHASE 5: Experten, Studien, Meinungsumfragen in Print, TV, Talkshows nehmen inflationäre Ausmaße an, aggressives Bashing der Gegenseite, Wirtschaftsrat der CDU mit Vizepräsident Friedrich Merz stellt klare Forderungen, Formulierung Papiere, wie eine (Ausbrems-)Agenda 2030 des nächsten Jahrzehnts zum Klimaschutz aussehen kann.

    PHASE 6: Die von der INSM eingebundenen Politiker von CDU, SPD, FDP (ggf. auch vereinzelte Grüne?) überzeugen weitere Parteikollegen.

    PHASE 7: Wirtschaftsminister Altmaier bzw. das Kabinett formuliert ein Gesetz zur Klima-Agenda 2030, das zu über 90% den INSM-Forderungen bzw. denen der von Klimaschutzmaßnahmen besonders betroffenen Industrien entspricht.

    PHASE 8: Trotz Protesten in der Bevölkerung, Debatten in Bundestag und Bundesrat wird der Kabinettsvorschlag mit nur leichten Veränderungen von der GroKo abgenickt.

    Was ist zu tun, um die Macht der INSM-Kampagnen zu brechen?

    Es muss transparent und öffentlichkeitswirksam offengelegt werden, welche Akteure und, damit verbunden, welche Interessen hinter der INSM stecken. Die gezielte Kampagne gegen schnellen und wirksamen Klimaschutz muss als solche wahrgenommen und kritisch beobachtet werden.
    Die deutsche Medienlandschaft muss sich differenzierter gegenüber solchen politischen Kampagnen positionieren und nicht, wie so oft, unhinterfragt wiedergeben, was Industrieverbände und die INSM ihr vorlegt.
    Alle, die für echten und schnellen Klimaschutz kämpfen und wissen, dass dies nicht nur absolut dringend und notwendig, sondern auch technologisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, müssen genau diese Botschaften weiterhin in die öffentliche und politische Debatte einbringen.
    Es muss endlich eine Aufklärungskampagne der Regierung für die wirklichen Klimaschutzmaßnahmen geben: 100% Erneuerbare Energien, 100% Biolandwirtschaft u.v.m.

    Leider hat die Gesellschaft dabei bisher versagt, der INSM-Kampagne und damit den fossil/atomaren Wirtschaftsinteressen etwas entgegen zu setzen. Es wird Zeit, dass alle aktiv werden und nicht nur auf das Durchhaltevermögen von Fridays for Future hoffen. Diese alleine werden es nicht schaffen, den geballten, geldschweren Antiklimaschutzkampagnen der fossilen/atomaren Wirtschaft erfolgreich Widerstand zu leisten.

    Hammelburg, 15. Juli 2019

    Ihr Hans-Josef Fell

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