Woche 30/2019 – lächelnde Bußgelder für den Sommerkongress

Was in der turbulenten Woche vom 22. bis 28. Juli so alles passiert ist? Das fasst Vera im neuen Blogartikel zusammen!

💶 Mannheimer Bußgelder 

Vergangene Woche bekamen vier Schüler*innen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums im Auftrag der Schulleitung einen hohen Bußgeldbescheid vom Ordnungsamt. Diesen hob die Stadt jedoch schon am selben Tag wieder auf. In den Medien wurde der Fall schnell verbreitet, was unter anderem zur schnellen Prüfung und Aufklärung der unberechtigt verhängten Bußgeldbescheide beigetragen hat. Wir werden weiterhin gemeinsam gegen jede Form der Sanktionen protestieren – wir sind ein Team!

🥶 Isländischer Gletscher

Der Klimawandel zeigt immer öfter direkte Auswirkungen. Und so ist es nicht nur die Hitzewelle, die dies verdeutlicht, sondern auch die Tatsache, dass der Gletscher „OK“, welcher in Island stand, nun offiziell kein Gletscher mehr ist… Dieser war vor hundert Jahren noch 15 Quadratkilometer groß und von einer 50 Meter dicken Eisschicht bedeckt. Heute sind es nur noch wenige Quadratkilometer mit einer Dicke von 15 Meter.

Erschreckenden ist zudem die Tatsache, dass im Jahr 2170 alle 400 Gletscher von Island verschwunden sein sollen. Klingt zwar erst einmal weit weg, ist jedoch in der Realität nur ungefähr zwei Menschenleben entfernt…

😊 Smile for Future

Angesichts der drohenden Klimakrise versammeln sich vom 5. bis zum 9. August Klimastreikende aus 37 Ländern zu einem internationalen Gipfeltreffen Smile for Future. Das treffen beinhaltet Plenumsdiskussionen, Workshops, Präsentationen, Sitzungen von Arbeitsgruppen und viele weitere Aktivitäten. Ziel ist es, eine europäische Zusammenarbeit zu organisieren. Organisiert wird dieses Treffen ausschließlich von jungen Klimastreikenden und findet an der Universität Lausanne statt. Am 9. August wird dann ein gemeinsamer Klimastreik stattfinden. Informationen findet ihr hier.

Demonstration am Flughafen

Auch diese Woche wurde in vielen Städten und Gemeinden wie jede Woche fleißig demonstriert trotz der unerträglichen Hitze und der Sommerferien die in den meisten Bundesländer (schon länger) begonnen haben. Wir machen nämlich keine Sommerpause! Speziell in Stuttgart wurde am Freitag am Flughafen demonstriert, um auf die Problematik von Kerosin in Bezug auf die Umwelt aufmerksam zu machen, die besonders durch Billigfluglinien oder Kurzstreckenflüge hervorgerufen wird. 

Sommerkongress

Am 31.7. startet endlich der Fridays for Future-Sommerkongress, welcher bis zum 04.08 in Dortmund stattfindet. In den fünf Tagen wird es Plenums, Workshops, Vernetzungen, Vorträge und vieles mehr geben. Wer nicht daran teilnehmen kann, der sollte unbedingt der offiziellen Instagram-Seite @sommerkongress und dem offiziellen Twitter-Account @sommerkongress folgen, um alle aktuellen Infos zu bekommen. 

30 Kommentare zu „Woche 30/2019 – lächelnde Bußgelder für den Sommerkongress

  1. Vielleicht passt noch der Punkt „Netznutzung“ auf die Agenda des Sommerkongresses? Keine Frage: Das Internet hat sehr viele Vorteile gebracht! In einem System, das auf dem Hauptmotiv „Gewinnmaximierung“ basiert, werden allerdings auch da immer neue Bedürfnisse geweckt – und kosten enorm viel Energie!

    Muss es tatsächlich sein, dass mein Kühlschrank mit dem Internet verbunden ist und für mich einkauft? Muss ich meine Hauselektrik vom Handy aus steuern können? Muss ich Alexa bitten (oder überhaupt haben …), mir einen Witz zu erzählen? Muss ich Kontakte hauptsächlich online pflegen – sogar mit Personen, die sich im selben Raum befinden? Die Liste der Fragen kann wesentlich länger sein. Letztlich geht es wie bei allem um eine sinnvolle und maßvolle Nutzung, bei der echte Zwischenmenschlichkeit nicht zu kurz kommt.

    Und darum, kein Depp zu sein, der beispielsweise fast vor mein Fahrrad läuft, ohne es zu merken, weil der Handybildschirm viel wichtiger erscheint als die Realität. Nach dem Schreiben dieses Kommentars gehe ich wieder offline – und bin regelrecht entsetzt, wenn ich höre, wieviele Stunden andere Menschen im Netz verbringen. Manche sind sogar 24/7 online. Unfassbar! Das ist nicht nur menschlich traurig, sondern kostet auch richtig viel Strom!

    Zwei Dinge kann man bei Interesse diskutieren: 1. Lässt sich die Netznutzung reduzieren? Verliert man dadurch an Lebensqualität oder gewinnt man sie sogar? 2. Ist es unumgänglich, dass riesige Mengen Wärme aus Rechenzentren einfach in die Luft geblasen werden?

    LG Armin

    PS: BAP hatte vor 40 Jahren einen Song namens „Wellenreiter“, in dem es unter anderem heißt: „Nur wie du jetz bess, pass du dänne janz prima enn’t Konzept,
    Die dich su hann wollte – halt als Depp.“. Nachstehend der Link zum ganzen Songtext, auch in Hochdeutsch. Leider aktueller denn je. Liebe Freunde, bitte weigert Euch, Deppen einer Marketingmaschinerie zu sein! Das macht das Leben lebenswerter und spart im Internetzeitalter sehr viel Strom!

    https://www.bap.de/start/musik/songtexte/titel/wellenreiter

  2. Schönen guten Tag euch.
    zuerst einmal finde ich eure Aktionen wichtig und auch super!

    Ich wohne in Münster schon seit über sechzig Jahren und nehme auch hier viele gute und auch schlechte Veränderungen wahr.
    Leider ist es so, das ich glaube, das euch von vielen immer noch nicht wirklich zugehört wird und leider ganz bestimmt nicht von den Regierenden.
    Als Beispiel möchte ich euch auf den Ausbau der B51 zwischen Münster und Telgte aufmerksam machen. Dort bahnt sich ein Umweltfiasko an. Trotz vorhandener Infrastruktur, wie Bahnstrecke und Fahrradweg , sollen nicht diese ausgebaut u. modernisiert werden, sondern eine Autobahnähnliche Straße gebaut werden. Und das bald- schon sind einige Häuser an der Strecke leergezogen. Ich bin gestern mal mit dem Fahrrad die Strecke abgefahren und habe dabei ungefähr an die 500 alte , große Bäume gezählt, die als erstes gefällt werden. Um einen dieser Bäume zu ersetzen müssen wahrscheinlich viele neue geflanzt werden. Auch die ganzen Zufahrten der Bauern und Anwohner müssen ersetzt werden.
    Diese Planung stammt noch aus den 80 Jahren und ist völlig überholt. Aber sie wird einfach durchgedrückt, möglichst ohne viel Aufsehen.
    Also, seit weiter wach und lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Meine Unterstützung habt ihr.

    1. Krasse Schei*e!
      „Demo in Münster“ würde ich sagen – und zwar genau dort, wo die blöde Straße entstehen soll.

      Love & support aus der Lüneburger Heide!
      Marion M.

    2. Guten Tag!
      Wie wäre es, eine Petition zu starten.
      Demonstrationen an der Strecke von Bürgern aller Altersstufen etc.
      Zeitungen informieren /
      in öffentlichen Sitzungen des Landkreises einen Sitzungspunkt anmelden. Weiter in allen relevanten Foren davon berichten. Naturschutz involvieren – evtl. dürfen die Bäume dann nicht gefällt werden, wenn sie genug Durchmesser haben? etc.
      Aktiv sein wo man kann ist wichtig – ich, 61, habe viel zu lange „geschnurcht“ & rede/agiere nun lauter … Es ist vor allem wichtig, junge Menschen zu unterstützen/zu ermutigen/zu begleiten. Und selbst etwas zu machen; hinter der vorderen Front vielleicht nicht (mehr)? Dann zumindest in der zweiten/dritten Reihe!?!
      Viel Erfolg für die Aufhebung der fast ein halbes Jahrhundert alten „Pläne“!!!
      Grüße aus dem Süden!

  3. Liebe SuS,
    ich wünsche Euch für Euren Sommerkongress alles Gute.
    Holt Euch die ca. 45 Milliarden aus dem Rüstungstopf von Frau Kramp-Karrenbauer; wir brauchen keine neuen Panzer und Raketen, sondern einen ökologischen Umbau dieser Gesellschaft.
    Frieden und Abrüstung, Kampf der Klimakrise, dies sind die Prioritäten.
    Solidarische Grüße
    Karin Schwalm

  4. Hallo an alle, die fridays for future so zielgerichtet, leidenschaftlich und professionell voranbringen!

    Erstmal Euch allen ein riesiges Kompliment für das, was ihr auf die Beine stellt!!

    Ich bin fest davon überzeugt, dass ihr das erreichen werdet, was Regierungen nicht schaffen: nicht nur radikal anders zu denken, sondern das gedachte auch in die Tat umzusetzen. Und vor allem: ihr holt die bisher „stillen Klimaschutzbesorgten“ wie mich aus den Löchern – vor 2 Wochen habe ich meine erste fridays for future Demo mitgemacht…

    Macht weiter so und lasst Euch nicht einschüchtern, ihr kämpft für das richtige Ziel!

    Andrea, 54

  5. Vielen Dank für das Update! Vielen Dank für Alles! Ihr seid einfach spitze!!!! Ich bin eine Großmutter von 4 Enkeltöchtern aus Aachen und fast immer mit dabei. Bis bald, am 20.09.!!

  6. Liebe Aktive,
    auch von mir erst einmal ein Riesenkompliment für Eure Arbeit – es tut gut, dass es Euch gibt!
    Schade finde ich, dass man z. B. beim Sommerkongress Euch nur dann folgen kann, wenn man sich in die Hände eines der amerikanischen Datenkraken begibt, die über ihren gigantischen Stromverbrauch und ihre die Selbstbestimmung des Menschen verachtende Geschäftspraktiken Teil des Problems sind. Könntet Ihr nicht vielleicht auch einen Blog oder so einrichten bzw. über Eure Webseite (und evtl. den Newsletter) alle Eure Informationen bereitstellen? Das fände ich – als 52jähriger Vater dreier Kinder – echt super! Danke!

  7. Liebe Aktive!
    Für euren Sommerkongress wünsche ich euch viel Erfolg! Ich bewundere die Intensität und hohe Sachlichkeit euer Argumentationen und Aktionen. Macht weiter so, Ihr habt schon viel erreicht!

    Die DUH hat ja das Thema Sylvesterfeuerwerk (SFW) aktuell in die Diskussion gebracht. Ich hatte Anfang des Jahres in meiner Stadt einen entsprechenden Antrag zum Verbot des privaten SFW eingebracht, aber schon im Vorfeld erkennen müssen, dass das Bundesrecht ein generelles Verbot ausschließt. Daher müsste umgehend das Bundesrecht (1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz) so geändert werden, dass privates Feuerwerk ganzjährig verboten wird und die Kommunen über öffentliche Feuerwerke einzeln entscheiden können.

    Das Thema finde ich wichtig, weil es zeigt, dass wir uns alle umweltbewusster verhalten sollten. Es hat allerdings nicht die höchste Priorität. Daher fände ich es großartig, wenn es Euch gelänge, in Eurem Sommerkongress eine Prioritätenliste für den Verkehrssektor (mit kurzfristig zu entscheidenden Maßnahmen wie z.B. Flugbenzin-Besteuerung, CO²-Kraftfahrtsteuer, Dieselsteuer wie Benzinsteuer, Wertgrenze für Firmenfahrzeuge, Diesel mit Abgasreinigung für Schifffahrt, generelle Geschwindigkeitsbeschränkung auf BAB und anderen Straßen wie im europäischen Ausland, Verbot priv.SFW etc.) zu entwickeln. Damit sollte der bislang umwelt-uninteressierte Verkehrsminister konfrontiert werden, damit im Verkehrssektor endlich zügig Durchgreifendes geschieht. Dass wäre ein gutes Signal für das „Klimakabinett“, in dem ja reichlich viele unambitionierte Vertreter unseres Staates sitzen. (Dass natürlich auch das Schienennetz ausgebaut werden muss, steht außer Frage, lässt sich aber leider nicht kurzfristig realisieren.)

    Weiterhin viel Erfolg für Eure/unsere Anliegen!

  8. Hallo Vera,

    ich vermisse im Wochen-Bericht Greta Thunbergs herausragenden Auftritt im französischen Parlament am 23.07., als sie in einer brillanten Rede den rechten Abgeordneten eine Abfuhr erteilt hat, die sie mit Hasskommentaren übergossen hatten.
    Ein solches Ereignis gehört unbedingt in den Wochen-Bericht von fridays for future!!!
    Schöne Grüße,
    Fred

  9. Hallo Fidays! Schön, dass es Euch (endlich) gibt und Danke für das Engagement. Ich bin beeindruckt von Eurer zielgerichteten Leidenschaftlichkeit und Professionellität. So wird das was. Gerade habe ich für die Rechtshilfe gespendet und Armbänder gekauft.
    Ich wünsche und hoffe, das die Bewegung wächst. Sie muss von der „Welle“ zum mächtigen Tsunami werden, der solange unaufhaltsam rund um die Erde läuft, bis eintritt, was die Welt dringend braucht, Umdenken und Umhandeln.
    Massenhaftes und leidenschaftliches, vor allem beharrliches Engagement kann selbt scheinbar unabänderliches Ändern. Zum Beispiel wäre die Mauer 1989 nie gefallen, wenn die Bürger das damals den Polikekern allein überlassen hätte.
    Sofern Ihr schon 18 seid, nutzt auch Eure Stimme bei Wahlen. Entgegen weit verbreiteter Argumente (insbesondere von Nichtwählern) nützt das was. Ich finde es zudem sehr diskriminierend, dass man in Deutschland zwar mit 14 strafmündig ist aber nicht wahlmündig. Was sollt Ihr denn anderes machen außer streiken, demonstrieren und uns „Alten“ Beine machen? Selber mitbestimmen im demokrischen Prozess geht ja erst ab 18 (mit wenigen Ausnahem). Das auch mal an die Meckerer, die meinen, die „Kids“ sollen lieber mal in die Schule gehen und was lernen. Was denn? Wie wir Erwachsenen bisher die Natur ausgebeutet, die Ressouchen übernutz und die Welt verdreckt haben und wie man das „erfolgreich“ weiterführt?
    Ich finde, manches ginge schneller, wäre wirksamer und zukunftsorientierter, wenn wir ein Wahlrecht wenigstens ab 16, meinetwegen schon ab 14 hätten. Jugendwahlrecht wäre genauso wichtig, wie vor 100 Jahren die Erkämpfung des Frauenwahlrechts. Glaubt mir, vor den % bei Wahlen haben alle Politiker Restpekt, kaum was bewegt Parteien so wie Wahlergebnisse und Umfragewerte. Wir haben immernoch und noch längere Zeit mehr Rentner als Jugendliche. Aber die Rentner dürfen wählen und sind deshalb wichtige „Zielgruppe“ für die Politik. Nicht entweder oder, ich meine sowohl als auch. Vielleicht wäre ein Jugenwahlrecht ja ein Ziel, vorallem, wenn Ihr an Eure kleinen Geschwister denkt, die in wenigen Jahren in Eurem Alter sind und dann vielleicht mehr Möglichkeiten hätten als Streik, Demo, Mobilisierung und Pressearbeit. Solange fragt Eure Eltern und Großeltern, ob, was und warum sie wie wählen? Bald wird in 3 Bundesländer gewählt, die momentan noch nicht so sehr „grün“ sind… Viel Erfolg weiter, Ihr seid außerordenlich – DANKE!

  10. JAAAAAA endlich spüre ich Bewegung!
    Wir haben schon seit 30 Jahren eine Möbeltischlerei, produzieren ökologisch orientiert und betreiben einen kleinen Baustoffhandel. In diese investieren wir sehr viel Zeit und Energie.
    Über einen längeren Zeitraum, dachte ich so ziemlich allein für ein besseres Klima zuständig zu sein. Ihr habt mir gezeigt, wie wunderbar die Erkenntniss ist, dass wir soooo viele sind. Das es einfach unablässig ist weiterzumachen und den Mund aufzumachen.
    Es tut so unglaublich gut.
    In die Hände gespuckt, ich freue mich darauf.

  11. Euer Engagement ist einfach fantastisch. Es hat uns jetzt auch dazu angeregt nicht nur im beruflichen und privaten möglichst umweltgerecht zu handeln, sondern uns auch aktiv bei parents for Future einzubringen.

  12. Neueste Masche, FFF am Zeug zu flicken, liefern die „Stuttgarter Nachrichten“ in der Ausgabe vom 26. 07- 2019. Am Tag der Demo im Flughafen Stuttgart-Echterdingen heißt es auf der Titelseite: „Linksextreme unterwandern Fridays for Future“. In der zweiten Spalte liest man konkret über dieses staatsgefährdende linksextreme Manöver: „Im Südwesten habe es bisher einzelne, wenig erfolgreiche Versuche der Einflussnahme linksextremistischer Organisationen auf die Bewegung gegeben.“ – Warum versucht dieses Blatt die BILD rechts zu überholen?

  13. Hallo an alle Leser !
    O.g. Bußgeldbescheide und deren Aufhebung ist angemessen, etwas Anderes wäre völlig irrational gewesen.
    Schon lange (Jahrgang 1956) engagiere ich mich für unser Leben auf diesem Planeten mit meinen mir möglichen Kleinigkeiten. Es gibt noch vieles, was ich verbessern möchte und muss. Damit werde ich allein allerdings nicht die Welt retten.
    Dem gegenüber steht: Das, was mit mit dem Hintergrund des Verhaltens und Auftretens von Greta Thunberg begonnen hat, ist einzigartig und für mich absolut unterstützendwert.
    Nur so hat unsere eine Erde und eine Chance.
    Am Montag, 29.07.2019 ist der Erderschöpfungstag in den Medien breitgetreten worden, und am Dienstag wurde in einer Zusammenfassung von der anvisierten Zunahme an Fluggästen des Berliner Flughafens im TV berichtet. Krasser geht es nicht mit der damit verbundenen politisch-wirtschaftlichen Schizophrenie. Schizophrenie ist eine (psychische) Erkrankung, und so stellt sich mir dieser o.g. Vorgang dar.
    Krankheiten können wieder geheilt werden – fridays for future und alle von uns, können mithelfen.
    An Tagen, in denen ich mit Wohlgefühl in mein Leben schaue und aktiv bin, glaube ich fest daran.
    An schlechten Tagen erschauere ich ob der mannigfachen Katastrophen im Kleinen wie im Großen und den Perspektiven der Zukunft und fühle mich in meinem Glauben an die „Rettung“ nicht getragen. Vielleicht geht es anderen auch so.
    Lassen wir uns nicht beirren!!!!! Anders geht es aus meiner Sicht nicht.
    Antje

  14. Anregung:

    Am 20. November 2019 werden die Kinderrechte nach der UN Kinderrechtskonvention 30 Jahre alt. In Deutschland sind Kinderrechte (Förder-/Beteiligungs-/Schutzrechte) immer noch nicht im Grundgesetz verankert. Kinderrechte sind in der öffentlichen Wahrnehmung nicht präsent, oder es wird auf das SGB VIII verwiesen.

    Um das Wahlrecht auf 16 Jahre abzusenken, oder um das Bildungssystem endlich den Bedürfnissen der Kinder- und Jugendlichen entsprechend umzugestalten ohne selektive diskriminierende Ausleseverfahren und beide Ziele strukturelle Stellschrauben sind, um maßgeblich die Klimafrage positiv zu beeinflussen, rege ich an, eine Demo am Freitag, den 22. November 2019 – auch als ein Experiment – vor den Kultusministerien als Adressaten bundesweit in jedem Bundesland zu initiieren, um noch mehr Zielgruppen vom Sofa zu holen. Es geht auch um den Art. 9 GG, die Versammlungsfreiheit der Kinder- und Jugendlichen. Es sollte ebenso in die Schulgesetze aufgenommen werden.

    Wir brauchen 3,5 % der Gesamtbevölkerung (rd. 3,3 Mio. Menschen) auf der Straße. Dann muss die Politik und Gesellschaft handeln und die Medien Fridays for Future ernst nehmen. Weit über 190 Staaten haben die UN KRK unterschrieben und der 22. November 2019 könnte für eine weltweite Stärkung und Bedeutung der Kinderrechte auch im Zusammenhang der Klimafrage genutzt werden.

    Wie findet Ihr die Idee?

    Herzliche Grüße aus Niedersachsen
    Doris Rohde

  15. Hallo,
    ich freue mich dass sich endlich wieder eine Bewegung gebildet hat, die sich traut über den Tellerrand und den aktuellen eignen Vorteil hinaus zu schauen.
    Mein Ansatz wäre den globalen Zusammenhang im Hinterkopf zu behalten, und mit diesem das lokale Geschehen in den einzelnen Heimat Städten genauer an zu sehen.
    Es haben sich im Laufe der Zeit manchmal Denkmuster gebildet, welche sich mehr für das Umgehen von eigentlich nötigen Maßnahmen wie um die Beseitigung der Missstände drehen.
    Beispiele:
    Feinstaub Messstellen –
    bei zweispuriger Straße wird vor der Messstelle die rechte Spur für Diesel KFZ gesperrt. Das Referenzwetter für die Messstelle wird teils aus 20 km Entfernung vom Land auf die städtische Häuserschlucht übertragen ohne dort selbst die Windstärke und Richtung mit aufzuzeichnen.
    Als umweltmäßig nachhaltig beworbene Großveranstaltungen werben mit tausenden schlecht bzw. nicht recycelbaren Give Away und 1,7m großen Symbolfiguren. ( Irgend ein Wal wird die nachhaltigen Figürchen schon wieder ausspucken)
    Beim Verkehrskonzept kommt es vor, dass man auf die Vergesslichkeit der Bürger vertraut und fast das gleiche bisher nur ansatzweise umgesetzte Park und Ride bzw. Radwege – Konzept nach ca. 30 Jahren als große Neuerung propagiert und Gutachter nochmals mit der Machbarkeits Analyse beauftragt auf deren Basis man dann stolz ist ca. 45 Jahre nach den ersten konkret ausgearbeiteten Plänen die umgesetzten Lösungen anbieten zu können.
    Fernradschnellwege ausweisen zu wollen auf teils nagelneuen Radwegen, welche teils nach über 50 Jahren Planungszeit jetzt erst vor 8 Monaten fertig gestellt wurden. Nur, um aktuell als Fernradschnellweg anerkannt zu werden, müsste der nagelneue Weg 1,5m breiter werden und mindestens 5km lang sein. Dumm nur, dass erst kürzlich genau auf einem Teil des ausgewiesenen Radweges wegen einer Gastromeile eine neue Fußgängerzone eingerichtet wurde. Der Fernradschnellweg soll gerüchteweise aber ein Aktionismus Projekt einer bestimmten Person sein. Geld spielt bei dem Zweck dann wohl nur eine untergeordnete Rolle.
    Oder am Bahnhof jetzt eine Rad Vermietstation eingerichtet werden soll, man aber bei dem kürzlichen Neubau der Verbindungsstrecke zwischen Bahnhof und Innenstadt bewusst auf den direkten, separaten Radweg verzichtete, obwohl die räumliche Möglichkeit bestand.
    Es ist bei der vielfältigen Informationsflut und dem bestimmt meist unbewussten Bestreben der Entscheider, Medien ihre Beschlüsse und Vorgehensweisen etwas zu verschleiern ganz sicher recht anstrengend sich als junger Mensch eine eigene unabhängige fundierte Meinung zu bilden, zumal die Archive ja nur das hergeben was auch für die Öffentlichkeit gedacht ist und als medienwirksam angesehen wurde.
    Doch ich denke vor Ort in der jeweiligen Heimatgemeinde wird dies am ehestens gelingen.
    Mit sachkundig am richtigen Ort ( wenn nötig auch Demo-Ort) die richtigen Fragen stellen, und den Entscheidern ( ja, es sind auch die Eltern / Großeltern) die Möglichkeit lassen bei den Antworten ihr Gesicht zu wahren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wird man wohl relativ schnell auch etwas bewegen zu können.

    Glaubt erstmal niemandem ehe ihr den Sachverhalt nicht selbst überdacht habt, und lasst Euch nicht von Parteien oder Interessengruppen vereinnahmen.

    Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Verbesserung und dem Schutz der Welt

    Thomas Seeliger

  16. Alles Super was ihr macht UND bitte sprecht auch ueber Ueberbevoelkerung. Das ist die
    Chance dieser Generation etwas zu veraendern und zeigt auch Aktion. Der Welt zu erklaeren, dass ihr keine Kinder in diese Welt hineingebaeren werdet. Bin 70, hab bewusst keine Kinder bekommen, mache vieles das zur Bewustwerdung der Menschen beigetraegt. Wenn das die Haelfte der Weltbevoelkerung machen wuerde ……….
    Stop Overpopulation, rather give birth to a forest, meditate, celebrate.
    Das ist eine gute Darstellung meiner Meinung nach:
    https://populationmatters.org Small families, small planet.
    Bin 20.9. dabei !

    1. Hallo Ursula.
      Das Problem an der Bevölkerungsabnahme ist (zumindest mittelfristig) der demografische Wandel. Du schreibst, dass du jetzt 70 bist, was bei vielen Menschen das Alter ist, in dem sie langsam Pflegebedürftig werden. Außerdem bekommen die meisten Menschen in etwa ab diesem Alter eine Rente. All das fußt auf die jüngere Generation, die die alten Leute pflegt und für sie das Geld verdient. Wenn eine kritische Masse plötzlich keine Kinder mehr bekommt, wird diese Generation unter einem noch stärkeren Pflegenotstand und Altersarmut leiden, als die jetzige. Deswegen muss man meiner Ansicht nach, wenn das überhaupt der richtige Weg ist, nach und nach ganz behutsam die Geburtenrate reduzieren. Unter keinen Umständen darf soetwas durch den Staat forciert werden, da dies einer der massivsten Freiheitseingriffe überhaupt ist.

      1. Hallo Karl,
        Habe deine Argumentation schon viele Male gehört. Gehöre zu der Atomkraft Nein Danke Generation die diese Themen ziemlich durch diskutierte.
        Und hätten sehr viel mehr Menschen vor 50 Jahren angefangen weniger Kinder zu bekommen, dann hätten wir in der Tat behutsam reduzieren können.
        Jetzt läuft uns leider die Zeit davon und das Klima Disaster wird uns alle reduzieren, egal welchen Alters, wenn wir es nicht selbst bald mit Achtsamkeit und Intelligenz
        besser hinbekommen. Ist doch schon ein guter Anfang, dass selbst Prinz Harry sagt, dass er nur zwei Kinder haben wird.
        Uebrigens hab ich, zumindest bisher, mein Leben so eingerichtet, da ich keine Kinder habe, für meine weitere Zukunft selbst Verantwortung/Sorge zu tragen.
        Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, bin sicher wir könnten andere machbare, würdige Wege auch für dieses Thema finden.
        Eine Bekannte hat es uns gezeigt mit 93 Jahren noch selbständig zu sein, nur die 42 Grad Hitze vor Kurzem, hat selbst sie nicht überlebt.
        Dieses Video (leider nur in Englisch) zeigte mir die Drinklichkeit auch dieses “Tabu Thema” in Bezug auf die Klima Krise, anzusprechen.
        https://www.youtube.com/watch?v=NiBzbY-Gz0o

      2. Hallo Ursula und Karl, wichtiges Problem mit dem Bevölkerungswachstum. Was passiert eigentlich, wenn sich irgend wo im Universum eine Population massenhaft vermehrt? Sie wächst, bis sie alle Ressourcen (Nahrung, Raum) verbraucht hat und wird dann von der Natur zwangsreduziert. Das blüht auch der Population Menschheit, wenn wir kein Bewusstsein dafür erreichen, dass wir nicht immer mehr werden können. Irgendwann begänne ein Kampf ums Überleben Menschen gegen Menschen.
        Es geht nicht um Kinder oder keine. Wenn Familien weltweit im Durchschnitt etwas mehr als zwei Kinder haben, ist alles gut. Wir müssen nicht ständig mehr werden auf unserer begrenzten Welt. Das mit der Pflege und Bezahlung ist doch nur so, Karl, weil unser einmal in den 50-ern aus der Nachkriegsnot geschaffenes System( damals fehlten junge Männer, weil so viele gefallen waren und Kinderbetreuung gabs nur im Osten) nicht zukunftsfest ist. Unsere Arbeitsproduktivität ist heute mehr als 4 – mal so hoch wie in den 50-ern, also kann rein wirtschaftlich heute 1 Arbeitnehmer 4-mal so viele Alte versorgen. Nur die Einkommen haben sich halt nicht adäquat entwickelt. Teilweise sind dafür die Preise niedriger, teilweise wird der Mehrwert über die Börse umverteilt (Renditen basieren nicht direkt auf Wertschöpfung, sie schöpfen nur anders wo gemachte ab). Geld generieren ohne Mehrwert zu schaffen durch Arbeit oder Produktion (Unternehmer) ist ein großes Problem, aber hier nicht Thema. Fakt ist, es ginge Gut gerechnete Modelle gibt es genug. Muss man eben nur mal machen! Ja Karl, eins ist klar, staatliche Festlegungen zur Geburtenrate gehen gar nicht. Aber Religionen, die noch immer Verhütung verteufeln sind ein echtes Problem. Und Altersvorsorge ohne viele Kinder ist auch nicht überall auf der Welt möglich. Es braucht halt ein Bewusstsein, und auch Anreize für günstige Kinderzahlen. Ich habe 2, voll im Limit…

  17. Klasse Aktionen,
    wie würde es sich auf das Klima auswirken, wenn auf der ganzen Welt die Inlandsflüge wegfallen würden ???
    Stellt Euch mal 2 Stunden auf einen Parkplatz am Hamburger Flughafen. Das ist Kerosin Pur.
    Wieviel co² würde das weltweit sparen ???
    Würde mich persönlich interessieren.
    BMW hatte damals als erster Automobilhersteller sein Wasserstoffmodell vorgestellt. Fand ich total klasse. Nur warum wurde es nicht weiterentwickelt ???
    Es schreinen alle nach E-Autos…., habt Ihr Euch mal überlegt, was für die Herstellung von 1 Batterie benötigt wird ??? Wo sollen bitte die ganzen Recourcen herkommen und wieviel Bäume müssen dafür weichen (sterben) um überhaupt an diese Recourcen dranzukommen ??? Ohne Bäume auch keine Luft. Oder sehe ich das alles falsch ???

    Gruß

    Swen Bär, Hannover

  18. Hallo ihr engagierten KlimaretterINNEN,
    als Alt-68er-Öko-Opa unterstütze ich euren Protest aus vollem Herzen! Ich habe für Euch ein Lied geschrieben und komponiert – neben vielen anderen, die Ihr auf Youtube unter „Bevor es zu spät ist!“ findet:

    „An die Nachgeborenen

    Refr.: Ihr, die Ihr Nachgebor`ne seid, Ihr werdet es uns nicht verzeihen, dass wir in Giervergorenheit uns ausgelebt mit Wuchereien.
    1. Dem Kahlfraß-Wohlstands-Wucher-Wahn, dem wir erbarmungslos uns weihten, verdankt Ihr Eure Leidensbahn. Wir lebten noch in fetten Zeiten! Ihr müsst die mageren Euch teilen, die wir für Euch heraufbeschwor`n, als wir in Kahl-Fraß-Gier vergor`n. Welch` Schicksal wird Euch wohl ereilen?
    2. Ich wünschte, jene hätten Recht, die glauben, dass die Menschenwelt im
    ö-ko-lo-gi-schen Ge-fecht, das Euch den Horizont verstellt, zu retten sei!
    Um welchen Preis? Um welchen Preis zu retten sei? Prognosen alarmier`n schon lange! Hör` ich auf sie, wird mir so bange!
    3. Ich protestier`, auch wenn ich weiß, dass ich nicht viel erreichen kann. Ich wehr` ihn ab, den Wucherbann, entzieh` mich seinem Teufelskreis. Ich leb` schon nachhaltig und warte die Mitwelt und auch die Natur und werbe für die Umkehr-Kur, die uns den Niedergang ersparte.“

    Die Noten mit Gitarrenakkordsymbolen findet Ihr in meinem Liederbuch:
    „Lasse Los …da muss doch noch LEBEN ins Leben rein!“ BoD 2017

    Lasse Los

  19. Hallo FFF,

    bitte arbeitet daran möglichst bald Uhrzeiten bei den Demos dazuzuschreiben (ich weiß, das ist nicht so einfach). ABer wir „Alten“ brauchen das, um unser frei-machen zu planen… Danke!

    Zur Diskussion hier über Flüge: Einfachste Maßnahme wäre zunächst die Energiewende wieder in Schwung zu bringen. Bestes Mittel ist das EEG (erneuerbare-ENergien-Einspeisegesetz). Früher stark, heute zum zahnlosen Tiger kaputt „verbessert“/weglobbyiert. Hier kann man vom „Erfinder“ des EEG die ganze Geschichte hören: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-erlebte-geschichten/audio-wolf-von-fabeck-solarpionier-100.html (ab Minute 16.04)

  20. In Deutschland gibt es Bußgelder, in USA bekommen die Schüler für die Demos offiziell frei.

    Steht in diesem Artikel:
    „New Yorker Schulbehörde erlaubt Schülerstreiks für Klimaschutz“ https://www.nzz.ch/international/new-york-schulfrei-fuer-demonstrationen-fuer-klimaschutz-ld.1508420
    https://www.tesla-car-rent.com/2019/09/15/schulbefreiung-fuer-fff-in-usa/?preview_id=1757&preview_nonce=5f6c7d80d8&preview=true&_thumbnail_id=1758

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